ChatGPT Ads Manager
Du stehst vor ads.openai.com und willst wissen, was du dort einstellen kannst und was du nur ein einziges Mal einstellen darfst. Land, Währung und Zeitzone gehören dazu; danach sind sie fest.
Das Konto legst du unter ads.openai.com an. Es ist als Beta gekennzeichnet, eine Warteliste gibt es nicht mehr. Vor der ersten Auslieferung steht eine Verifikation des Unternehmens über den Dienst Persona plus eine manuelle Prüfung durch OpenAI.Zwei Dinge unterscheiden das Werkzeug von Google Ads, bevor du überhaupt eine Kampagne siehst. Erstens gehört das Konto dem Werbetreibenden: Eine Agentur kann kein Konto im Namen eines Kunden anlegen, sie tritt einem bestehenden Konto als Nutzer bei (Search Engine Land, 10.08.2026). Zweitens fehlt in der Dokumentation, die wir gelesen haben, jede Beschreibung von Nutzerrollen oder einem Verwaltungskonto über mehrere Werbekonten. Wie die Einladung eines weiteren Nutzers abläuft, können wir deshalb nicht belegen.
Aus dem eigenen Konto: Wir haben am 24.08.2026 ein deutsches Werbekonto mit Euro-Abrechnung angelegt und die erste Kampagne über den geführten Flow erstellt. Das Ergebnis war eine Kampagne mit den USA als Zielland, leeren Context Hints, ohne Conversion-Event, mit der Startseite als Ziel-URL und der Zeitzone Europe/Warsaw. Deutsche Anzeigen liefen an amerikanische Nutzer aus. Die Klickrate lag bei 0,3 Prozent, und das war kein Kanalproblem, sondern vollständig durch diese Einstellungen erklärt.
Daraus folgt die wichtigste Regel für den Umgang mit dem Manager: Bei jeder neuen Kampagne und bei jedem übernommenen Konto prüfst du zuerst Zielland, Zielseite, Conversion-Event und Context Hints, bevor irgendjemand über Anzeigentexte spricht. Das Zielland gehört laut Dokumentation nicht zu den gesperrten Feldern, Ziel und Conversion-Event schon.
Der Manager kennt drei Wege, Kampagnen zu bauen. Der erste ist der geführte Flow in der Oberfläche. Der zweite ist ein Bulk-Upload per CSV mit getrennten Tabellen für Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen; die Context Hints stehen dort als JSON-Array in der Zelle. Der dritte ist die Advertiser-API unter api.ads.openai.com/v1 mit Endpunkten für Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen, Dateien, Insights, Audiences, Produktfeeds und Conversions; der Schlüssel dafür kommt aus den Einstellungen des Ads Managers. Für große Änderungen gibt es zusätzlich eine asynchrone Bulk-API (developers.openai.com/ads/api-overview).
Aus unserer Arbeit mit der API drei Dinge, die dich aufhalten, wenn du sie nicht kennst: Das Anlegen einer Anzeigengruppe braucht sowohl das Feld status als auch einen Idempotency-Key-Header. Solange die Ziel-Domain im Review ist, antworten Aktualisierungen an Anzeigen mit HTTP 425, ein Wartezustand, kein Fehler in deinem Code. Und du brauchst zwei getrennte Schlüssel, denn der Schlüssel der Conversions API kann keine Ads-Daten lesen und antwortet mit 403.
Für die meisten Konten reicht der geführte Flow. Wie du die erste Kampagne Schritt für Schritt anlegst, steht auf der Seite ChatGPT Werbung schalten.
Beim Anlegen einer Anzeige bietet der Manager vorgeschlagene Entwürfe an. Die entstehen aus den Metadaten deiner Website, und OpenAI stellt ausdrücklich klar, dass die Funktion keinen neuen Text und keine neuen Bilder per KI erzeugt (Artikel 20001212). Wer schlechte Meta-Beschreibungen hat, bekommt schlechte Entwürfe. Das ist der Grund, warum eine saubere Landingpage vor der ersten Anzeige steht.
Die Formatgrenzen sind eng: Titel bis 50 Zeichen, empfohlen 16 bis 24; Copy bis 100 Zeichen, empfohlen 32 bis 48; ein quadratisches Bild bis 1200 × 1200 Pixel unter einer öffentlich erreichbaren URL (Artikel 20001209). Die Landingpage muss den Crawler OAI-AdsBot zulassen, sonst kann OpenAI die Anzeige nicht prüfen und sie läuft nicht (Artikel 20001243).
Wer aus Google Ads kommt, sucht im ChatGPT Ads Manager zuerst nach Dingen, die es nicht gibt. Es gibt keine Keyword-Ebene und keinen Suchbegriffsbericht, weil das System keine Keywords kennt. Gesteuert wird über Context Hints, Freitext-Beschreibungen des Bedarfs auf Anzeigengruppenebene, und OpenAI sagt dazu, sie seien „weder Vorgaben für exakte Übereinstimmungen noch Regeln zur Zielgruppenausrichtung“ (Artikel 20001211). Du erfährst auch nicht, in welchen Unterhaltungen deine Anzeige lief.
Es gibt keine Demografie, keine Interessen, keine In-Market-Zielgruppen und keine Lookalikes. Targeting besteht aus Land, Plattform (iOS, Android, Web) und Custom Audiences aus eigenen Kontaktlisten, wobei eine Include-Liste mindestens 25.000 zugeordnete Personen braucht (Artikel 20001346). Im EWR und in der Schweiz sind personalisierte Anzeigen zunächst nicht verfügbar (Artikel 20001047); das ist keine Einstellung, die du im Manager umgehen könntest. Und es gibt keine Auction Insights und keine Qualitätskennzahl, die dir zeigt, warum deine Anzeige gewonnen oder verloren hat.
Was der Manager zeigt: Impressionen, Klicks, Ausgaben, CTR, durchschnittlicher CPC und CPM sowie Conversions je Ereignis, segmentierbar nach Gerät und Land; Auslieferungsdaten mit bis zu sieben Stunden Verzögerung, Conversions nach 24 bis 48 Stunden (Artikel 20001214). Eine native GA4-Anbindung gibt es nicht; ohne UTM-Parameter lassen sich die Klicks in GA4 oft nicht sauber zuordnen. Welche Hebel dir bleiben, erklärt die Seite zum ChatGPT Ads Targeting.
Die Struktur ist flach und ähnelt anderen Anzeigensystemen: Ad Account, darunter Campaign, darunter Ad Group, darunter Ad (OpenAI Help Center, Artikel 20001209, 20001210 und 20001213). Auf jeder Ebene sitzen andere Entscheidungen.
Das Werbekonto trägt Land, Währung, Zeitzone und die Markenangaben; Logo und Markenname in der Anzeige kommen aus den Kontoeinstellungen, nicht aus der einzelnen Anzeige (Artikel 20001213). Die Kampagne trägt Ziel, Budget, Laufzeit, Länder- und Plattform-Targeting, Custom Audiences und das Conversion-Event. Die Anzeigengruppe trägt Thema, Context Hints, Maximalgebot oder Gebotsstrategie und den Bid-Multiplier für Zielgruppen. Die Anzeige selbst besteht aus Titel, Copy, Bild und Landingpage.
Pro Konto sind jeweils 5.000 Kampagnen, 5.000 Anzeigengruppen und 5.000 Anzeigen möglich. Für ein mittelständisches Konto ist das keine praktische Grenze; bei Produktfeeds mit vielen Artikeln solltest du sie kennen.
Das ist der Abschnitt, den du dir merken solltest, wenn du sonst nichts von dieser Seite behältst. Land, Währung und Zeitzone des Werbekontos lassen sich nach der Anlage nicht mehr ändern (OpenAI Help Center, Artikel 20001209). Ein Konto, das versehentlich in US-Dollar angelegt wurde, bleibt ein Dollarkonto. In der Praxis bleibt dann nur ein zweites Konto.
Eine Ebene tiefer gilt dasselbe für zwei Kampagneneinstellungen: Das Ziel (Objective) und das Conversion-Event einer Kampagne sind nach dem Anlegen nicht mehr änderbar (Artikel 20001210). Wer eine Kampagne auf Klicks anlegt und später auf Conversions optimieren will, legt eine neue Kampagne an und verliert die Historie der alten. Wer das Ereignis lead_created wählt, obwohl das Formular später appointment_scheduled sendet, optimiert dauerhaft auf ein Ereignis, das nie eintrifft.
Die praktische Konsequenz: Das Tracking muss stehen, bevor die erste Conversion-Kampagne angelegt wird, nicht danach. Und bei jedem Konto, das jemand anderes vor dir angelegt hat, ist der erste Arbeitsschritt eine Bestandsaufnahme dieser fünf Werte.
Beim Anlegen einer Kampagne wählst du zwischen drei Zielen: Reach mit Abrechnung pro tausend Impressionen (CPM), Clicks mit Abrechnung pro gültigem Klick (CPC) und Conversions mit optimiertem CPC (oCPC) (Artikel 20001210 und 20001412). Beim dritten Ziel entstehen die meisten Missverständnisse, deshalb OpenAI im Wortlaut:
„Bedeutet oCPC, dass ich pro Conversion zahle? Nein. oCPC optimiert die Ausspielung auf dein ausgewähltes Conversion-Ereignis, die Abrechnung basiert jedoch weiterhin auf gültigen Klicks.“ (OpenAI Help Center, Artikel 20001412, abgerufen 04.09.2026)
Es gibt also kein Ziel, bei dem du pro Lead oder pro Bestellung zahlst. Neue Anzeigengruppen starten mit der Gebotsstrategie „Ergebnisse maximieren“, einer Automatik ohne Ziel-CPA, Ziel-CPC oder Ziel-ROAS (Artikel 20001425). Als Startgebot empfiehlt OpenAI 3 bis 5 US-Dollar pro Klick; für Euro-Konten ist weder ein Startgebot noch ein Mindest-Tagesbudget dokumentiert, den Mindestwert erzwingt das Budgetfeld deines Kontos. Was das für die Planung heißt, steht auf der Seite zu den ChatGPT Ads Kosten.
Weil das Konto dir gehört, dreht sich die Zusammenarbeit um. Bei Google Ads legt die Agentur häufig das Konto an und verknüpft es mit ihrem Verwaltungskonto; im ChatGPT Ads Manager legst du es an, durchläufst die Verifikation und holst die Agentur als Nutzer dazu. Wer beide Plattformen aus einer Hand betreut haben will, findet die Google-Seite unter Google Ads Betreuung . In der Praxis heißt das: Die unumkehrbaren Werte des Kontos hat der Kunde bereits gesetzt, bevor die Agentur es zum ersten Mal sieht. Deshalb beginnt bei uns jedes Mandat mit einem Blick auf Land, Währung, Zeitzone und die Zi
Das klären wir im Erstgespräch
Weil das Konto dir gehört, dreht sich die Zusammenarbeit um.
Bei Google Ads legt die Agentur häufig das Konto an und verknüpft es mit ihrem Verwaltungskonto; im ChatGPT Ads Manager legst du es an, durchläufst die Verifikation und holst die Agentur als Nutzer dazu.
Wer beide Plattformen aus einer Hand betreut haben will, findet die Google-Seite unter Google Ads Betreuung .
Der ChatGPT Ads Manager ist das Self-Service-Werkzeug von OpenAI unter ads.openai.com, in dem du Werbekonten, Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen für Werbung in ChatGPT anlegst und auswertest. Seit dem 31.08.2026 ist er für Werbetreibende in Europa geöffnet, Deutschland, Österreich und die Schweiz eingeschlossen (OpenAI, Stand 01.09.2026).
Nein. Beide Bezeichnungen meinen dasselbe Werkzeug unter ads.openai.com. OpenAI spricht vom Ads Manager, Medien und Agenturen nennen ihn nach der Plattform oder nach dem Anbieter. Ein zweites Produkt mit eigener Oberfläche ist in den OpenAI-Quellen nicht dokumentiert.
Nein. Land, Währung und Zeitzone eines Werbekontos sind nach der Anlage nicht mehr änderbar (OpenAI Help Center, Artikel 20001209), auf Kampagnenebene gilt das für Ziel und Conversion-Event (Artikel 20001210). Wer sich vertut, legt neu an und verliert die bisherige Historie.
Nein. Agenturen können kein Konto im Namen eines Kunden anlegen, sondern nur einem bestehenden Konto als Nutzer beitreten (Search Engine Land, 10.08.2026). Du legst das Konto an und holst die Agentur dazu; wie die Einladung im Detail abläuft, ist in den uns bekannten OpenAI-Quellen nicht dokumentiert.
Nein. Es gibt keine Keyword-Ebene und keinen Suchbegriffsbericht, weil das System keine Keywords kennt. Gesteuert wird über Context Hints, Freitext-Beschreibungen des Bedarfs, die laut OpenAI weder Exact-Match-Vorgaben noch Zielgruppenregeln sind (Artikel 20001211). Demografie, Interessen, Lookalikes und Auction Insights fehlen ebenfalls.
Nein. Die Funktion Suggested Ad Drafts füllt Titel, Copy und Bild aus den Metadaten deiner Website vor. OpenAI stellt klar, dass dabei kein neuer Text und kein neues Bild per KI erzeugt wird (Artikel 20001212). Die Grenzen bleiben: Titel bis 50 Zeichen, Copy bis 100 Zeichen, quadratisches Bild bis 1200 × 1200 Pixel.
Im Erstgespräch sehen wir uns dein Konto an: Land, Währung, Zeitzone, Kampagnenziel und Conversion-Event, dazu Zielland und Context Hints der laufenden Kampagnen. Hast du noch kein Konto, stimmen wir vorher ab, wie du es anlegst, damit nichts davon später neu gebaut werden muss.
Ohne Verkaufsdruck, ohne Verpflichtung.
Von der Mechanik über Kosten und Targeting bis zu Tracking und Datenschutz.