ChatGPT Werbung schalten
Du willst deine erste Anzeige in ChatGPT selbst anlegen, ohne dass das Konto still Geld verbrennt. Hier stehen die Schritte und die Stellen, an denen es in unserem eigenen Konto geklemmt hat.
Seit dem 31. August 2026 kannst du Werbung in ChatGPT selbst buchen, auch mit einem deutschen Konto in Euro. OpenAIs Anleitung erklärt dir die Klicks. Was sie nicht erklärt, sind die Stellen, an denen ein neues Konto still Geld verbrennt: eine Kampagne, die auf die USA zielt, ein Pixel, der von allein nichts misst, und drei Einstellungen, die du nie wieder ändern kannst. Grundlage dieser Anleitung sind die offizielle Dokumentation und unser eigenes deutsches Werbekonto, das seit dem 24. August 2026 läuft. Growsta hat das Konto am 24. August 2026 selbst angelegt; diese Anleitung nennt die Stellen, an denen es dabei geklemmt hat.
Zwei Fakten vorweg, weil vieles, was zu diesem Kanal im Netz steht, veraltet ist. Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen seit dem 24. August 2026 Anzeigen in ChatGPT. Seit dem 31. August steht der Self-Service für Europa offen; die Länderliste für Werbekonten umfasst 47 Länder, DE, AT und CH eingeschlossen. Wer dir erzählt, du bräuchtest dafür einen Partner oder ein US-Konto, arbeitet mit dem Stand vom Frühjahr.
Die Anzeige hat genau einen Platz: unter dem Ende einer ChatGPT-Antwort, als „Sponsored“ gekennzeichnet und optisch abgesetzt. Sie steht nicht in der Antwort, nicht daneben, nicht in einem Feed, und sie verändert die Antwort nicht. Gesehen wird sie von erwachsenen Nutzern der kostenlosen Version und des Go-Tarifs; zahlende Plus- und Pro-Nutzer bekommen keine Anzeigen. Grundlagen und Eignung stehen im Ratgeber zu ChatGPT Ads; hier geht es ums Machen.
In der Ad Group steuerst du, in welchen Gesprächen deine Anzeige erscheinen soll. Dafür gibt es keine Keywords, sondern Context Hints: freie Beschreibungen des Bedarfs, für den dein Angebot die Antwort ist. OpenAI sagt ausdrücklich, dass sie keine Exact-Match-Keywords sind und keine Auslieferung in bestimmten Unterhaltungen garantieren. Sie sind ein Signal unter mehreren; daneben wertet das System den Gesprächskontext, deine Landingpage, den Titel und die Copy. Schreib die Hints so, wie ein Kunde seine Situation beschreiben würde, nicht als Schlagwortliste. Was dabei trägt und was nicht, steht auf der Seite zum ChatGPT Ads Targeting.
Neue Ad Groups starten standardmäßig mit „Ergebnisse maximieren“. Das klingt nach Zielvorgabe, ist aber keine: Ein CPA- oder ROAS-Ziel garantiert diese Einstellung nicht. Setzt du das Gebot selbst, empfiehlt OpenAI zum Start 3 bis 5 Dollar pro Klick.
Die Anzeige selbst ist knapp: Titel bis 50 Zeichen, Copy bis 100 Zeichen, ein quadratisches Bild bis 1200 × 1200 Pixel, dazu die Landingpage. Die Zieldomain durchläuft außerdem eine Prüfung. Solange sie im Review ist, lassen sich Anzeigen über die API nicht aktualisieren, die Antwort ist dann HTTP 425.
Hier verliert man am leichtesten Geld, ohne es zu merken. Der OpenAI-Pixel heißt oaiq und wird wie jeder Pixel als Snippet eingebaut. Der Unterschied zu Meta oder Google: Nach dem Einbau feuert er von allein nichts, nicht einmal einen Seitenaufruf. Wer nur das Basis-Snippet einfügt, misst außer der Initialisierung nichts. Den Seitenaufruf löst du selbst aus, mit oaiq("measure","page_viewed",{type:"contents"}), und jedes weitere Event ebenso.
Die Eventnamen sind vorgegeben, und die gewohnten Namen aus Meta werden verworfen: purchase, lead oder add_to_cart kommen nie an. Gültig sind unter anderem page_viewed, contents_viewed, checkout_started und order_created für Inhalte, lead_created, registration_completed und appointment_scheduled für Kundenaktionen sowie subscription_created und trial_started für Abos. Ein Wert muss als ganze Zahl übergeben werden und braucht immer eine Währung.
Zwei Dinge solltest du wissen, bevor der Pixel live geht. Der Consent steht standardmäßig auf „erteilt“: Der Pixel sendet, bis jemand oaiq("consent", false) aufruft, und setzt dabei Cookies, die technisch nicht notwendig sind. Und das automatische erweiterte Matching ist seit Mitte August 2026 Standard; damit liest das SDK Formularfelder auf E-Mail, Telefon und Namen aus und hasht sie im Browser. Wie du das mit deinem Consent-Setup verbindest, solltest du bewusst entscheiden, statt es dem Default zu überlassen.
Bau die Attribution gleich mit: Der Klick bringt einen Parameter namens oppref mit, den dein Formular oder CRM selbst erfassen muss, sonst ist ein Lead aus ChatGPT im CRM nicht vom Rest zu unterscheiden. Bei uns lag das Skript dafür neun Tage fertig auf dem Server, ohne ausgeführt zu werden. Die Anzeigen liefen, die Klicks wurden bezahlt, und kein Lead ließ sich dem Kanal zuordnen. Ein hingelegtes Deploy-Skript ist kein Deploy.
Für die erste Kampagne reicht der geführte Flow. Wer mehrere Kampagnen oder viele Ad Groups anlegt, nutzt den Bulk-Upload per CSV mit getrennten Tabellen für Kampagnen, Ad Groups und Anzeigen; die Context Hints stehen dort als JSON-Array. Der dritte Weg ist die Advertiser-API unter api.ads.openai.com, der Schlüssel dafür kommt aus den Einstellungen des Ads Managers, ein Key je Konto. Zwei Eigenheiten, die in der Doku nicht auffallen: Die Anlage einer Ad Group verlangt neben dem Status einen Idempotency-Key-Header, und der Key für die Conversions API ist ein anderer als der für die Ads-Daten; wer damit Kampagnen lesen will, bekommt 403. Was der Ads Manager sonst noch zeigt, steht auf der Seite zum ChatGPT Ads Manager.
Wer aus Google Ads kommt, sucht als Erstes die Keyword-Liste. Es gibt keine. Wer aus Meta kommt, sucht Interessen, Alter, Lookalikes. Auch die gibt es nicht. Das Targeting besteht aus dem Land, der Plattform und Custom Audiences aus eigenen Kundendaten, wobei eine Include-Liste mindestens 25.000 zugeordnete Personen braucht, bevor sie greift. Für die meisten Mittelständler fällt dieser Hebel damit weg.
Für den Europäischen Wirtschaftsraum kommt eine Einschränkung dazu, die viele Agenturseiten unterschlagen: Personalisierte Anzeigen sind im EWR und in der Schweiz zunächst nicht verfügbar. Das System kennt den Nutzer hier nicht, es kennt nur das Gespräch. Damit bleiben dir genau drei Hebel: die Context Hints, der Anzeigentext und die Landingpage.
Das Konto entsteht unter ads.openai.com, und es entsteht bei dir. Eine Agentur kann für ihre Kunden kein Konto eröffnen, sie kann nur einem bestehenden Konto beitreten. Das ist kein Nachteil: Konto, Daten und Zugang gehören dir, egal wer die Kampagnen später betreut.
Bei der Anlage triffst du drei Entscheidungen, die sich nachträglich nicht mehr ändern lassen: Land, Währung und Zeitzone. Wer hier das falsche Land erwischt oder aus Gewohnheit US-Dollar wählt, legt später ein zweites Konto an, denn eine Korrektur gibt es nicht. Prüfe die drei Felder gegen deine Rechnungsadresse, bevor du weiterklickst.
An diesem Punkt hat unser eigenes Konto Lehrgeld gezahlt. Nach der Kontoanlage bietet OpenAI einen geführten Einstieg an, der aus deiner Website eine erste Kampagne mit einer empfohlenen Ad Group baut. In unserem Fall, ein deutsches Konto mit Euro-Abrechnung und deutschen Anzeigentexten, zielte diese Kampagne auf die USA. Die Context Hints waren leer, ein Conversion-Event fehlte, die Ziel-URL war die Startseite, und die Zeitzone stand auf Europe/Warsaw. Die Kampagne lief und brachte eine Klickrate von 0,3 Prozent. Jede Diskussion über Headlines davor war gegenstandslos, weil das Zielland falsch war.
Die Regel daraus gilt für jedes neue Konto: Bevor irgendjemand einen Anzeigentext anfasst, werden die Kampagneneinstellungen gelesen. Zielland, Plattform, Conversion-Event, Ziel-URL, Zeitzone. Erst wenn dort Deutschland steht, lohnt sich Schritt 3.
Eine Kampagne bekommt ein Objective, ein Budget, eine Laufzeit, das Länder- und Plattform-Targeting (iOS, Android, Web) und ein Conversion-Event. Drei Objectives stehen zur Wahl: Reichweite mit Abrechnung pro tausend Impressionen, Klicks mit Abrechnung pro Klick und Conversions mit oCPC. Beim oCPC optimiert das System die Ausspielung auf dein Conversion-Ereignis, abgerechnet werden trotzdem Klicks. Ein Bezahlen pro Conversion gibt es in ChatGPT nicht, egal was Agenturseiten andeuten.
Objective und Conversion-Event sind nach der Anlage nicht mehr änderbar. Das Conversion-Event muss also existieren und im Pixel oder über die Conversions API richtig benannt sein, bevor du die Kampagne speicherst. Wer das Tracking auf später verschiebt, baut die Kampagne zweimal.
Die Klicks im Ads Manager kannst du selbst machen, und du solltest es auch, weil das Konto ohnehin dir gehört. Wo eine Agentur den Unterschied macht, ist nicht das Anlegen, sondern das, was oben steht: die Kontrolle der Voreinstellungen, das Conversion-Event vor der Kampagne, ein Pixel, der wirklich feuert, und die Attribution im CRM. Wir betreiben seit dem 24. August 2026 ein eigenes deutsches Konto und haben jede dieser Fallen einmal selbst bezahlt. Was wir daraus als Leistung anbieten, steht auf der Seite unserer ChatGPT Ads Agentur.
Eine Abgrenzung noch, weil sie oft verwechselt wird: Diese Seite behandelt bezahlte Anzeigen unter ChatGPT-Antworten. Dass ChatGPT dein Unternehmen in der Antwort selbst empfiehlt, ist ein anderer Weg und nicht käuflich; dafür gibt es unsere Seite zur ChatGPT Agentur.
Das Tagesbudget versteht ChatGPT als Sieben-Tage-Durchschnitt: Ein einzelner Tag darf bis zum Doppelten ausgeben, die Woche insgesamt bis zum Siebenfachen. Als Mindest-Tagesbudget nennt OpenAI 25 Dollar für die USA, 15 Pfund für Großbritannien und 725 Rupien für Indien. Für Euro-Konten ist kein Mindestbudget dokumentiert. Wir raten hier bewusst nicht: Der Wert steht in deinem Konto beim Anlegen der Kampagne, und nur der zählt. Plane außerdem ein, dass das Budget nicht sicher abfließt. Im Pilotbetrieb wurden Zusagen teilweise unter zehn Prozent ausgeliefert; seit dem Sommer berichten Medien von
Das klären wir im Erstgespräch
Das Tagesbudget versteht ChatGPT als Sieben-Tage-Durchschnitt: Ein einzelner Tag darf bis zum Doppelten ausgeben, die Woche insgesamt bis zum Siebenfachen.
Als Mindest-Tagesbudget nennt OpenAI 25 Dollar für die USA, 15 Pfund für Großbritannien und 725 Rupien für Indien.
Für Euro-Konten ist kein Mindestbudget dokumentiert.
Ja. Seit dem 31. August 2026 ist der Self-Service für Europa offen; Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen in der Länderliste für Werbekonten. Du legst das Konto unter ads.openai.com selbst an. Eine Agentur kann einem bestehenden Konto beitreten, aber keines für dich eröffnen.
An genau einer Stelle: unter dem Ende einer ChatGPT-Antwort, als „Sponsored" gekennzeichnet und optisch von der Antwort getrennt. Die Anzeige beeinflusst die Antwort nicht und erscheint nirgendwo sonst in ChatGPT.
Nein. Es gibt keine Keywords und keine buchbaren Prompts. Du beschreibst in Context Hints den Bedarf, zu dem deine Anzeige passt. OpenAI stellt klar, dass das keine Exact-Match-Keywords sind und keine Auslieferung in bestimmten Unterhaltungen garantiert.
OpenAI empfiehlt zum Start ein Gebot von 3 bis 5 Dollar pro Klick. Abgerechnet wird pro Klick oder pro tausend Impressionen; auch die Conversion-Optimierung (oCPC) rechnet pro Klick ab, nicht pro Conversion. Ein Mindest-Tagesbudget für Euro-Konten ist nicht dokumentiert, der gültige Wert steht beim Anlegen im Konto.
Meist aus einem von drei Gründen: Der Pixel feuert nach dem Einbau von allein nichts, auch keinen Seitenaufruf. Die Eventnamen stammen aus Meta, etwa lead oder purchase, und werden verworfen. Oder das Event ist in der Kampagne nicht hinterlegt, und das lässt sich nach der Anlage nicht mehr ändern. Prüf die drei Punkte in dieser Reihenfolge.
Weil der geführte Anlage-Flow das so vorbelegt hat, auch bei einem deutschen Konto mit Euro-Abrechnung. Wir haben das in unserem eigenen Konto erlebt. Öffne die Kampagne, stell das Zielland auf Deutschland und prüfe im selben Zug Context Hints, Conversion-Event und Ziel-URL.
Du hast das Konto angelegt und willst wissen, ob Zielland, Objective, Conversion-Event und Pixel so stehen, dass kein Budget ins Leere läuft? Im Erstgespräch sagen wir dir, ob der Kanal für dich überhaupt in Frage kommt.
Ohne Verkaufsdruck, ohne Verpflichtung.
Von der Mechanik über Kosten und Targeting bis zu Tracking und Datenschutz.